Conférence
Pyrus communis, Kulturbirne

Herkunft: Züchtung der Baumschule RIVERS in Sawbridgeworth/England, im Handel seit 1894. Muttersorte ‘Leon Leclerc de Laval’.

Bodenansprüche: Die Sorte benötigt nährstoffreiche gute Birnenböden. Bei kalkreichen Böden Neigung zur Chlorose.

Ernte: Mitte bis Ende September. Genussreif von Ende September bis Anfang Oktober.

Verwendung: Tafelbirne für den Frischverzehr und Dörrbirne. Bei der Verwertung als Nasskonserve trübt allerdings der Saft.

Frucht: Mittelgroß bis groß, lang bis sehr lang (L = 70-100 mm, B = 50-60 mm, 200 g), flaschenförmig und kelchbauchig. Trübgrüne bis grünlich gelbe Grundfarbe. Selten tritt auf der Sonnenseite ein helloranger Hauch auf. Um den Kelch flächiger und rauer Rost, welcher sich zum Stiel hin in Rostflecken auflöst. Die Frucht geht direkt in den dünnen, 30-45 mm langen Stiel über. Am Ansatz oft fleischig verdickt. Flach und enge Kelchgrube mit offenem, mittelgroßem Kelch. Das Fruchtfleisch ist an der Schale grünlich weiß und wird zum Kernhaus hin hell lachsfarben. Es ist schmelzend, sehr saftreich, süß mit leicht würziger Säure, z.T. auch etwas flach. Kastanienbraune, gut ausgebildete, mittelgroße, ovale Kerne, spitz auslaufend und spitznasig.

Baum: Mittelstarker, aufrechter Wuchs mit hochpyramidaler Krone. Reich mit kurzem Fruchtholz besetzt. Auffallend lange, grau-grüne, ganzrandige, spitze Blätter. Sehr fruchtbare Sorte, blüht früh und eignet sich gut als Befruchter, aber intersteril mit ‘Amanlis Butterbirne’. Wenig schorfempfindlich, aber anfällig für Bakterienbrand.

Merkmale: Charakteristische Fruchtform, Fruchtstiel und Berostung der Frucht.