Schneiders späte Knorpelkirsche
Prunus avium, Süßkirsche

Herkunft: Um 1850 als Zufallssämling in Guben/Neiße auf dem Grundstück von SCHNEIDER gefunden, nach ihm benannt und ab 1865 allgemein verbreitet. Sie ist eine der beliebtesten Kirschsorten und ist sehr häufig anzutreffen.

Bodenansprüche: Normaler, lockerer Gartenboden.

Ernte: Die Sorte reift in der 6./7. Kirschwoche.

Verwendung: Frischverzehr.

Frucht: Die Frucht ist sehr groß, breit- bis stumpfherzförmige Kirsche (8-11g), die Bauchnaht ist gut sichtbar, bei einem Gewicht bis ca. 13 Gramm. Die für Knorpelkirschen typische zähe und mattglänzende Haut ist rotbraun bis schwarzbraun mit Sprenkeln. Das Fruchtfleisch ist mittelfest knackend und saftig süß säuerlich Würzig mild harmonisch bei relativ hellroter Farbe, in der Vollreife rotbraun, und zum Stein hin noch dunkler gefärbt und mäßig saftend. Der Stein ist groß etwa 12 mm mal 10 mm eiförmig. Der gerötete Stil ist mit etwa 60 mm recht lang und kräftig. Die Sorte ist sehr platzempfindlich (Platzindex 76) und moniliaanfällig. Die Früchte sind transportfest und durch den langen Stiel gut zu pflücken, reifen jedoch folgernd.

Baum: Der Baum ist sehr starkwüchsig mit hohen pyramidenförmigen Kronen mit dominierender Mitte, schräg aufwärts gerichteten Gerüstästen und mittelstarker Verzweigungsdichte. Die Neigung zur Verkahlung ist gering. Die Blüte ist mittelspät bis spät und zieht sich über einen längeren Zeitraum hin. Geeignet als Befruchter sind andere spätblühende Kirscharten wie zum Beispiel die ‘Hedelfinger Riesenkirsche’, Büttners Rote Knorpelkirsche, Regina, Schattenmorelle. In den ersten Jahren ist der Ertrag trotz guter Blüte nur sehr gering (Röteln), später nur bei guten Standort- und Blühbedingungen mittelhoch und regelmäßig.

Merkmale: Fruchtgröße. Hellrotes Fleisch.