Orleans Renette
Malus domestica, Kulturapfel

Herkunft: Sehr alte Sorte, die aus Frankreich stammt und dort 1621 erstmals erwähnt wurde. Sie wurde ziemlich sicher nicht nach der Stadt Orléans, sondern nach der Farbe orlean benannt.

Bodenansprüche: Nährstoffreiche, nicht zu schwere, genügend feuchte Böden.

Ernte: Anfang Oktober. Genussreif von November bis Februar.

Verwendung: Tafel- und Wirtschaftsapfel, Dörrfrucht.

Frucht: Die Frucht zeigt eine flach- bis hochkugelige Gestalt von großer Regelmäßigkeit und mittlerer Größe (L = 55-60 mm, B = 65-75 mm). Die glatte und glänzende Schale ist zur Zeit der Reife goldgelb und sonnseits mehr oder weniger stark karminrot verwaschen und gestreift. Besonders charakteristisch sind die an der Fruchtoberfläche auftretenden Rostfiguren sowie die zahlreichen eckigen Punkte, die sich besonders gegen die Kelchpartie hin scharf verdichten. Der dicke und kurze Stiel (10-15 mm) steckt in einer ziemlich weiten, trichterförmigen und zimtartig berosteten Stieleinsenkung. Der Kelch ist offen und steckt in einer flachen, mäßig weiten faltigen Einsenkung. Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß bis gelb, markig, von sehr feinem, edlem, süßweinigem Geschmack und feiner Würze.

Baum: Die Sorte zeigt in der Baumschule einen ziemlich kräftigen Wuchs, bildet schöne, gerade Stämme und am Standort mittelgroße, anfangs mehr hochgehende, später breit-pyramidale Kronen. Das Laub ist mehltauanfällig. ‘Orleansrenette’ fordert zu ihrer normalen Qualitätsentwicklung wärmere Lagen und bessere, nährstoffreiche, nicht zu schwere, genügend feuchte Böden.

Merkmale: Typische Fruchtfarbe. Weite, flache Kelchgrube, offener Kelch.