Bismarckapfel
Malus domestica, Kulturapfel

Herkunft: Der Bismarckapfel kam 1870 aus der Stadt Bismarck (1914 in Collinsvalve umbenannt) in Tasmanien über Neuseeland und England um 1888 nach Europa. Unter dem Namen Fürst Bismarck existiert eine weitere Apfelsorte, die allerdings nicht identisch mit der hier beschriebenen Sorte ist.

Bodenansprüche: Normaler, durchlässiger Gartenboden

Ernte: Mitte Oktober. Genussreif ab November.

Verwendung: Tafel- und Wirtschaftsapfel.

Frucht: Groß auch sehr groß. Form etwas unregelmäßig, manchmal ungleichhälftig, breit-Kegelförmig abgestumpft. Oberfläche uneben, oft auch warzig, mit meist schwachen breiten Kanten. Grundfarbe grünlich gelb, später hellgelb, Deckfarbe lebhaft rot mit teils schmalen, teils breiten, dunkelkarminroten Streifen gezeichnet. Schale glatt, glänzend, rostig marmoriert, graublau bereift und fein punktiert. Stielgrube mitteltief, teils grob und rissig berostet. Stiel kurz. Kelchgrube tief und mittelweit, mit feinen Falten oder schwachen Rippen, teils auch breiten Kanten. Kelch halb bis ganz geöffnet. Kernhaus mittelgroß, Achse meist geschlossen, Wände halbmondförmig, mit feinen Rissen. Kerne mittelgroß, länglich. Fruchtfleisch weiß, mäßig fest, mittelfeinzellig, saftig, säuerlich erfrischend. Schwach aromatisch, angenehm riechend.

Baum: Der etwas auf Krankheiten wie Schorf, Obstbaumkrebs und Mehltau anfällige Baum ist jedoch im Holz frostfest. Die Sorte ist ein Wirtschaftsapfel, welcher für Streuobstanbau geeignet ist. Die Sorte eignet sich sehr gut zum Anbau in Buschform und ist daher trotz ihrer sonstigen Eigenschaften, noch heute ziemlich stark im Gartenobstbau vertreten.

Merkmale: Große, breit-kegel-förmige, graublau bereifte Frucht, mit typischem starken Geruch. Kurzer Stiel in rau bis schuppig berosteter Stielgrube.