Gelber Bellefleur
Malus domestica, Kulturapfel

Herkunft: Bereits zum Ende des 18. Jahrhunderts (ca. 1750) in den USA (New Jersey) entstanden. Durch Gebrüder BAUMANN um 1834 zu METZGER nach Baden gekommen und von dort aus verbreitet.

Bodenansprüche: Feucht.

Ernte: Mitte bis Ende Oktober. Genussreif von November bis März.

Verwendung: Tafel-, Wirtschaftsapfel.

Frucht: : Mittelgroß bis auch groß. Meist kegelförmig gebaut, wenig abgestumpft, häufig auch breiteiförmig. Oberfläche uneben, mit fünf deutlichen breiten Kanten. Grundfarbe helles Gelb, Deckfarbe trüborange bis braunrot. Schale trocken, fest mit zahlreichen, fühlbar erhabenen, dreieckigen verkorkten Lentizellen. Stielgrube tief und eng, teils mit schwachen Kanten, manchmal einseitig verengt, auch mit Nase. Kelchgrube flach bis mitteltief, eng bis mittelweit, mit feinen Falten und ausgeprägten Rippen, auf dem Rand auch größere Höcker, die als Kanten über die Frucht weiterlaufen. Kelchblätter mittellang, mittelbreit, meist aufrecht. Flache Kelchhöhle, mittelbreit und trichterförmig, stark abgestumpft, in röhrenförmige Kelchröhre übergehend. Kernhauswände schmal, bogen- auch nierenförmig, mit stark ausgeblühten Rissen. Kerne groß, lang und breit. Fleisch weiß- bis lachsgelb, fest, abknackend, mäßig saftig, fein gewürzt, bananenartig. Der gelbe ‘Bellefleur’ kann auch da noch zur Anpflanzung empfohlen werden, wo der Boden nur leicht oder mittelmäßig ist.

Baum: Wächst mittelstark. Bildet lange Fruchtruten. Strenger Fruchtholzschnitt ungeeignet. Mittelspäte Blüte, wenig witterungsempfindlich. Der Baum wächst schwach. Die Äste werden lang und dünn, daher müssen sie durch Schnitt kurz gehalten werden, da sonst die schweren Früchte die Äste nach unten ziehen.