Goldparmäne aus Blenheim
Malus domestica, Kulturapfel

Herkunft: Die Goldparmäne ist eine der ältesten Apfelsorten. Sie entstand wahrscheinlich um 1510 in der Normandie (Frankreich). Um 1800 wurde diese Sorte von DIEL eingeführt. Dieser Apfel galt über viele Jahrhunderte als eine der besten Tafelobstsorten. Die hohe Wertschätzung dieser Sorte drückt sich auch in der französischen Sortenbezeichnung ‘Reine des Reinettes’ aus.

Bodenansprüche: Normaler, lockerer Gartenboden.

Ernte: Normaler, lockerer Gartenboden. Genussreif ab Oktober bis Januar.

Verwendung: Tafelapfel.

Frucht: Der Apfel ist flach kugelig, insgesamt etwas unregelmäßig mit einer breiten oder fast ebenen Kelchfläche. Die mittelgroßen Früchte haben eine glatte, glänzende, grünlichgelbe Schale, deren Sonnenseite goldig und gerötet sind. Stielgrube mitteltief, eng bis mittelweit, oft bis zum Rand fein berostet. Sie verströmen einen kräftigen Geruch. Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, saftig und edel gewürzt. Es schmeckt süßsäuerlich. Diese Sorte ist auch für Höhenlagen geeignet. Die Blüte beginnt in der zweiten Aprilhälfte und endet Anfang Mai.

Baum: In der Anfangszeit ziehen die Leitäste steil nach oben, diese gilt es durch Schnittmaßnahmen in Zaum zu halten. Ansonsten entwickelt der Baum eine kugelige Form. Wuchsstärke lässt ertragsbedingt bald nach. Neigt zum Vergreisen. Fruchtholz ist regelmäßig zu erneuern. Blüte etwas frostempfindlich, blüht mittelspät. Anfällig für verschiedenste Schaderreger, vor allem Obstbaumkrebs. Verlangt nährstoffreiche Böden, bis in mittlere Lagen anbaufähig.

Merkmale: Flache Schlüsselförmige Kelchgrube. Kelch teils weit geöffnet mit kurzen, breiten grünlichen Blättern. Fleisch oft glasig.