Mirabelle von Nancy
Prunus, Mirabelle

Herkunft: Die Sorte soll im 15. Jahrhundert unter König René von Anjou aus Asien kommend in Frankreich eingeführt worden sein und wurde um 1750 nach Deutschland gebracht.

Bodenansprüche: Feucht, nährstoffreich, durchlässig.

Ernte: Mitte August - Anfang September.

Verwendung: Frischverzehr und gilt als hervorragende Kuchen- und Einkochsorte. Sie wird aber auch gewerblich für die Herstellung von Konfitüre und Mirabellenbrand angebaut.

Frucht: Die ‘Mirabelle aus Nancy’ hat kleine Früchte mit einer weichen, zähen, gelben Haut, die auf der Sonnenseite rötlichbraun gedeckt ist. Das sich darunter verbergende goldgelbe, feste Fruchtfleisch hat den typischen Mirabellengeschmack, ist süß, aromatisch und saftig. Die Früchte sind etwas größer als die der ‘Metzer Mirabelle’ und haben eine rundlich-ovale Form, manchmal sind sie auch abgeplattet. Mit 20 bis 25 mm Durchmesser werden sie aber nicht besonders groß

Baum: Die Bäume der ‘Mirabelle aus Nancy’ sind in der Regel recht stark wüchsige, selbstfruchtbare Halb- und Hochstämme und haben mittelgroße, breitkugelige Krone mit lockerem Aufbau. Ihre Blüten sind klein mit ovalen Kronblättern, die sich gegenseitig berühren. Die Blütezeit des Obstbaumes ist Anfang April. Die Bäume stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden, vorzugsweise sollte der Standort aber recht warm und geschützt sein. Die Früchte werden vom Pflaumenwickler befallen.

Merkmale: Die ‘Mirabelle von Nancy’ ist eine regelmäßig fruchtende und sehr ertragreiche Sorte der Mirabelle.