Hauszwetschge
Prunus domestica, Kulturpflaume

Herkunft: Sehr alte Sorte unbekannter Herkunft. Seit dem 17. Jh. In Deutschland stärker verbreitet. Ähnliche Fruchtsteine wurden schon in Aalen in römischen Brunnen aus dem 2.-3. Jh. n. Chr. gefunden. Es gibt verschiedene Typen mit unterschiedlicher Reifezeit.

Bodenansprüche: Ausreichend feucht, humusreich.

Ernte: Ende August bis Ende September. Genussreif von Mitte September bis Mitte Oktober.

Verwendung: Frischverzehr, Bäckerei, Brennerei, Konserve, Musbereitung, zum Trocknen oder auch als Kuchenbelag.

Frucht: Klein bis mittelgroße, länglich ovale Früchte (D = 26-34 mm, 16-30 g), oft ungleichhälftig. Dunkelblau, in Hochlagen und bei Überbehang auch leicht rötlich (fuchsig), stark bereift. Leicht behaarter Stiel, 10-25 mm lang, in mäßig tiefer Grube. Stein löst meist gut vom gelbgrünen bis goldgelben Fleisch. Dieses ist fest, leicht herb und angenehm würzig mit ausgeprägtem Aroma. Länglich ovaler Stein, 20-23mm lang. Maße je nach Typ unterschiedlich.

Baum: Mittelstark wachsend. Spitzenpyramidale bis hoch kugelförmige Krone. Graue bis rotbraune, mittelstarke Langtriebe und kleine hellgrüne, schmal elliptische Blätter, 5-6 cm lang. Die Sorte blüht spät, hat längliche Kronblätter und schmale, spatelförmige Kelchblätter. Sie ist selbstfruchtbar, der Ertrag setzt relativ spät ein, ist aber meist regelmäßig. Etwas witterungsempfindlich in der Blüte. Nicht scharkatolerant sowie anfällig für Pflaumenrost und Narrentaschenkrankheit.

Merkmale: Wiedererkennbar an Fruchtform, Geschmack und Reifezeit.