Gute Graue
Pyrus communis, Kulturbirne

Herkunft: Sie ist eine sehr alte Sorte und war schon vor 1675 bekannt. Die genauere Herkunft und Entstehung der Sorte ist unbekannt. Ab dem 18. Jahrhundert wurde sie aus Frankreich als Beurre gris eingeführt.

Bodenansprüche: Gute, humusreiche Böden mit einem hohen Nährstoff- und Lehmanteil, sandige Böden.

Ernte: Ende August bis Mitte September. Genussreife von Ende Augus bis Mitte September (geringe Lagerbarkeit von nur 2 Wochen).

Verwendung: Frischobst, Dörr- und Einkochbirne.

Frucht: Die Frucht ist unscheinbar, klein bis mittelgroß, die Schale ist hart und rau. Die Grundfarbe ist zuerst grün, später gelblichgrün, zur Reifezeit fast vollständig zimtbraun berostet, die bräunlichrot-verwaschende Deckfarbe ist selten zu erkennen. Die Schalenpunkte sind zahlreich, groß und grauweiß. Das Fruchtfleisch ist matt weiß bis gelblich weiß, saftreich schmelzend, zum Kernhaus hin etwas körnig, säuerlich-süß, sehr angenehm zimtartig gewürzt und duftend. Die ‘Gute Graue’ wächst sehr stark und bildet auf Sämlingsunterlage eine sehr große Krone, die breit und hoch wird. Die Sorte kann ungewöhnlich alt werden.

Baum: Eichenartige, große Bäume, die weit über 100 Jahre alt werden. Breite bis hochkugelige, etwas sparrige Krone. Rötlich braune Langtriebe mit kurzen, breiten Knospen, leicht abstehend. Mittelgroße, feste, ovale Blätter, Rand gesägt. Mittelfrühe Blüte, große, rundliche Kronblätter und lange Kelchblätter. Kommt spät in Ertrag, bringt dann hohe Ernten, meist aber nur jedes zweite Jahr. Die Sorte gilt als frosthart und ist gegen Krankheiten und Schädlinge widerstandsfähig

Merkmale: Graubraune Frucht mit großen Lentizellen.