Williams Christ Birne
Pyrus communis, Kulturbirne

Herkunft: Die ältesten Nachweise der Birnensorte ‘Williams Christ’ gehen bis etwa 1770 (England) zurück. Benannt wurde die Sorte nach ihrem ersten Verbreiter, dem Baumschüler Williams aus London. Mitte des 19. Jahrhundert war sie in Belgien bekannter als in England und fand damals über den belgischen Pomologen van Mons Verbreitung in ganz Europa sowie in Nord- und Südamerika. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts war die ‘Williams Christ’ eine der drei Birnensorten, die zu Reichsobstsorten gewählt wurden.

Bodenansprüche: Normaler, lockerer Gartenboden.

Ernte: Ernte im August. Genussreife von Ende August bis Anfang September (nur 10-14 Tage lagerfähig).

Verwendung: Tafel-, Konserven- und Brennbirne.

Frucht: Mittelgroß bis groß, gedrungen birnenförmig (L = 80-100 mm, B = 60-80 mm, 120-180 g), leicht beulig, gegen den Stiel eingezogen. Parthenokarpe Früchte, die gelegentlich gebildet werden, sind kleiner und walzenförmig. Die Schale ist gelb-grün gefärbt mit z. T. matter Röte, zimtfarbige, gut sichtbare Punkte und Berostung um den Kelch. Dicker Stiel in schwacher Vertiefung, öfters durch Wulst zur Seite gedrückt. Das Fruchtfleisch ist gelb-weiß, schmelzend, saftig süß mit kräftigem Aroma und äußerst würzigem, müskiertem Geschmack.

Baum: Der Baum wächst mittelstark mit pyramidalem, etwas sparrigem Kronenaufbau. Die Blätter sind groß, der Rand ist schwach gesägt und aufwärts gebogen. Die Blütezeit ist mittelspät. Schon junge Bäume tragen Früchte, der Ertrag ist regelmäßig und groß. Allerdings ist der Baum anfällig für Schorf und Feuerbrand, einzelne Zweige können im Winter zurückfrieren. Die diploide Sorte benötigt eine andere Sorte zur Befruchtung, geeignet sind etwa ‘Conference’, ‘Gellerts Butterbirne’ und ‘Clapps Liebling’, nicht geeignet ist die Sorte ‘Gute Luise’.

Merkmale: Besonderer Geschmack und Farbe.