Eifeler Rambur
Malus domestica, Kulturapfel

Herkunft: Der ‘Eifeler Rambur’ ist eine alte Regionalsorte des Kulturapfels, die vermutlich aus dem Rheinland stammt. Die Sorte wurde bereits 1800 von Diel als ‘Winterrambur’ beschrieben. Im Rheinland bis nach Luxemburg ist sie regelmäßig verbreitet, in der Aachener Region und in der Eifel ist sie häufig. Es handelt sich um eine typische Obstsorte Aachener Streuobstwiesen.

Bodenansprüche: Für feuchte Böden.

Ernte: Ende September bis Mitte Oktober. Die Lagerfähigkeit ist mäßig, oft ab Dezember mehlig. Die Früchte bleiben jedoch genussreif bis Februar.

Verwendung: Tafelapfel, Küchen- und Wirtschaftsapfel.

Frucht: Die Frucht ist groß bis sehr groß, unregelmäßig, oft ramburartig. Die Deckfarbe der Schale ist lebhaft orangerot auf erst grasgrünem, später gelbem Grund. Ausdehnung ½ bis ¾. Im Gegensatz zum Rheinischen Winterrambur ist die Flammung stets deutlich. Die Schalenpunkte sind unauffällig. Der Kelch ist halboffen, die Kelchgrube sehr flach und weit (daher der Name ‘Breitauge’). Die Kelchgrubenumgebung ist eben bis wellig, selten höckerig. Die Kelchblätter sind breit und lang, am Grunde getrennt. Der Stiel ist dick, kurz, versenkt, die Stielgrube mitteltief. Das Fruchtfleisch ist weiß, mäßig saftig, grobzellig, mäßig erfrischend bei schwacher Säure.

Baum: Der Baum ist von großem breitkugeligen und starken Wuchs. Er ist gut geeignet für Mittelgebirgslage (daher der Name „Eifel“).

Merkmale: Die Ernte ist regelmäßig hoch, spät einsetzend und neigt im Alter zu Alternanz. Die Frucht ist wenig anfällig.